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Fussballplatz durch HR3
Wer heute morgen HR3 gehört hat, wurde mit der freudigen Nachricht vertraut, dass Lenzhahn vom HR3 unterstützt wird.
Lenzhahn bekommt durch die Radiosendung "Wir schaffen das schon" eine kostenlose Bolzplatzsanierung und einen neuen Fussballplatz im Jahr 2005.
"Wir schaffen das schon" heißt eine Radiosendung des dritten Programms vom Hessischen Rundfunk und dank der Ausstrahlung ihrer Wünsche haben es die Lenzhahner wirklich geschafft: Sie bekommen jetzt von Fachfirmen ihren abschüssigen Bolzplatz für die jugendlichen Nachwuchskicker hergerichtet - und zwar kostenfrei!
Riesenfreude herrscht darüber nicht nur bei Ortsvorsteher Arno Kügler, sondern auch bei den Jugendlichen und Eltern, die vom Radioreporter vor Ort nach ihren Wünschen für Lenzhahn befragt wurden.
Der Radiomann kam aufgrund der Meldung Küglers in den kleinen Idsteiner Stadtteil, dass die jungen Fuballer nur sehr schwer auf dem schiefen Bolzplatz dem Leder hinterherjagen können und sie aufgrund des schlechten Trainings- und Spielterrains so den Sprung in eine Profi-Mannschaft der Fuball-Bundesliga wohl kaum schaffen könnten.
Nachdem der Bericht mit allen Interviews über den Sender gegangen war, klingelte prompt das Telefon.
Eine Frankfurter Firma erklärt sich bereit, die kompletten Tiefbauarbeiten und das Einsen des Rasens im Wert zwischen 15 000 und 20 000 Euro kostenlos für die Lenzhahner zu übernehmen.
Eine anderes Unternehmen spendet zwei Parkbänke zum Ausruhen oder für Zuschauer.
Damit die Anlage auch sprießendes Grün erhält, stellt eine dritte Firma Pflanzen zur Verfügung und übernimmt die Pflanzarbeiten.
Damit aber noch nicht genug der guten Nachrichten: Die Eintracht Frankfurt-Traditions-Mannschaft hat ihr Kommen zugesagt und wird auf der neuen Anlage kicken.
Der Biebricher Bub Jürgen Grabowski, das Idol aller Eintracht Frankfurt-Fans, hat sich bereit erklärt, als Schiedsrichter dieses Match zu pfeifen.
Außerdem sagte die Eintracht-Geschäftsstelle den Lenzhahnern zu, dass die Frankfurter zwei Profis der Bundesliga-Mannschaft nach Lenzhahn schicken, die mit den heimischen Jugendlichen auf dem sanierten Platz ein Training abhalten werden.
"Das ist ja eine tolle Sache, die Sie da bewerkstelligt haben.
Glückwunsch zu Ihrem Erfolg", reagierte Idsteins Bürgermeister Gerhard Krum ebenfalls begeistert, als er von Kügler über den "Knüller" informiert wurde.
Krum freut sich, dass die "Hängepartie" mit dem Bolzplatz ein gutes Ende findet.
Die Tore will die Stadt beisteuern.
Krum dankt dem Ortsvorsteher und dem Ortsbeirat für das "kreative und tatkräftige Engagement".
Krum spricht von einer "Hängepartie", weil sich nach seiner Darstellung die Untere Naturschutzbehröde sehr schwer getan hat, die Begradigung des vorhandenen, aber abschüssigen Bolzplatzes zu genehmigen, obwohl umfangreiche freiwillige und zusätzliche Pflanzmaßnahmen durch den Lenzhahner Ortsbeirat zugesagt sind.
Und Ortsvorsteher Arno Kügler weist auf noch einen anderen wichtigen Aspekt hin: "Die Idsteiner Stadtkasse wird durch die erfolgreiche Aktion geschont." Für ihn und die Lenzhahner gibt es zwar in nächster Zeit viel Arbeit, um alles richtig zu organisieren und zu koordinieren, aber das sieht Kügler als geringes Problem an: "Wir sind jetzt alle sehr stark motiviert!"
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