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Trotz Gebühren die Studentenzahlen verzehnfacht
„Bildung ist jung und muss dynamisch sein“ - dieses Statement von Professor Leo Gros, Vizepräsident der Hochschule Fresenius und Leiter des Fachbereichs Chemie und Biologie, trifft präzise die Philosophie der größten hessischen privaten Hochschule, die jetzt ihr 40-jähriges Bestehen am Stammsitz in Idstein feierte. Und die Geschichte der Hochschule zeigt, dass genau diese Philosophie zum Erfolg führen kann.
„Jubiläen leben von Geschichten, die gut ausgehen“, sagt Botho von Portatius, Präsident der Hochschule, in seiner Ansprache beim offiziellen Festakt in der Idsteiner Stadthalle und er zeigt sich äußerst froh darüber, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums seines Bildungsinstitutes einen Abend unter ausschließlich positiven Vorzeichen verbringen zu können.
Dass die Hochschule Fresenius eine Erfolgsgeschichte ist, die eigentlich schon viel länger währt, wurde klar im Rückblick auf die Entwicklung der Einrichtung, deren Wurzeln im „Chemischen Laboratorium Fresenius“ liegen, das 1848 von Carl Remigius Fresenius in Wiesbaden gegründet wurde. Vom Chemielaboranten jener Tage, den Chemiker Fresenius ausbildete, bis zu den Bachelors und Masters in einer Vielzahl von verschiedenen Studienfächern und -fachrichtungen dreier Fachbereiche ist es ein weiter Weg der Entwicklung, dem die Schule 1971 mit der Erlangung des Status „Fachhochschule“ einen wesentlichen Impuls gab.
„Fresenius war eine der ersten Fachhochschulen in Deutschland überhaupt“, schaut Portatius zurück in die Gründungszeit. Denn das Konzept der Fachhochschule war erst 1971 in Deutschland aus der Taufe gehoben worden. Wissenschaftliche Ausbildung mit direktem und klarem Praxisbezug - das war die grundlegende Ausrichtung des neuen Hochschultypus. Dieser ist die Hochschule Fresenius stets verpflichtet gewesen und sie hält diese Maxime auch heute weiter hoch.
Dabei hat die Einrichtung immer wieder bildungspolitisches Neuland beschritten. Zum ursprünglich einzigen Fachbereich Chemie kam der zweite „Gesundheit“ hinzu, der eine akademische Ausbildung von bisher nicht akademischen therapeutischen Berufen, wie zum Beispiel Ergotherapie, Logopädie und anderen Heilberufen, konzipierte, die mittlerweile auch an anderen Hochschulen zu finden ist.
1995 erfolgte der Umzug der Fachhochschule von Wiesbaden nach Idstein. „Wir fühlen uns sehr wohl hier in Idstein“, betont Botho von Portatius, das könne man schließlich daran sehen, dass die Hochschule fünf Millionen Euro für den Hörsaalneubau in Idstein investiert habe. Gleichwohl richtete der Präsident den Appell an den Idsteiner Bürgermeister, dass auch die Stadt noch mehr tun könnte für die Weiterentwicklung des Standortes, indem zum Beispiel ein dringend benötigtes Studentenwohnheim projektiert werde, das vor allem auch den immer mehr ausländischen Studierenden in Idstein leichter eine Heimat geben könnte.
Die wesentliche Expansion der Hochschule geschieht in den Jahren des neuen Jahrtausends. Der Fachbereich Wirtschaft und Medien kommt hinzu, neue Standorte in Hamburg, München und Köln werden eröffnet, die Zahl der Studenten verzehnfacht sich auf 5000.
Und obwohl die Hochschule als privates Institut Studiengebühren erhebt und als Wirtschaftsunternehmen geführt wersden muss, ist es ihr Anspruch junge Menschen zu akademischer Bildung zu ermutigen, die keinen akademischen Hintergrund haben.
Mit dem Hochschul-Jubiläum selbst wurde im Festakt in Idstein auch ein persönliches Jubiläum begangen: Leo Gros, Chemie-Professor, wurde für 30 Jahre Zugehörigkeit zur Hochschule geehrt.
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